Bilder bewegen

4. Juni 2013

Wie kommen Bilder ins Museum?
Wie kommen BesucherInnen zum Bild?
Zwei akustische Wegbeschreibungen.

Das Projekt „Bilder bewegen“ beinhaltete die Aktivierung der Lernmotivation über akustische Beschreibungen und Umsetzungen. Ziel war eine auditive Werkanalyse unter Einbindung des „Lernraum Museums“ ausgearbeitet für Schüler/innen mit Sonderpädagogischen Förderbedarf. Das Projekt ist verankert in der IMST-Forschungsschiene des bmukk Themenbereich „Lesen und Schreiben“, wurde begleitet durch die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Forschungspartner war die Kunstvermittlungsabteilung der Wiener Albertina – gemeinsam wurde das Konzept ausgearbeitet.

Ausgangspunkt bzw. Endpunkt ist das Kunstwerk, das im Museum ausgestellt ist. Es werden zwei Wege umschrieben, einerseits der Weg des Kunstwerks zum Museum, andererseits der Weg des/der Besucher/in im Museum zum Kunstwerk. Beide Wege enden beim Kunstobjekt und erfahren dort zweierlei auditive Beschreibungen. Das Projekt erhält durch die Umsetzung der akustischen Beschreibungen in Wortschatzerweiterungsübungen Eingang in den Fachbereich Lesen/Schreiben.

Die Annäherung zum Werk erfolgt über zwei Richtungen, beide Richtungen sind in sechs Stopps unterteilt, an denen akustische Merkmale bzw. Kennzeichnungen festgehalten werden. Die erste Linie beginnt am Platz vor dem Museum, geht über in den Eingangsbereich, Garderobe, Ticketcounter, Aufgang und endet beim Kunstwerk. Jeder dieser Bereich ist gekennzeichnet durch bestimmte Geräusche, die aktiv gehört, bestimmt und aufgezeichnet werden. An der letzten Station soll eine auditive Bildbeschreibung stattfinden.

Die zweite Linie beginnt beim Depot des Kunstwerks, beinhaltet die Schritte Transport, Ver-/Auspacken, Raumadaptierung im Museum, Hängung und endet wiederum beim Kunstwerk. Diese Schritte werden von den Schüler/innen in Interviewform bei der Kunstvermittlerin erhoben. Die letzte Station wird in Form einer Kunstvermittlung wie in einer Führung  bzw. auf einem Audioguide festgehalten.

Schulbeschreibung:
Die Schule gliedert sich in unterschiedliche Departments, einen Teil stellt die Projektklasse „S`campi“ dar. „S`campi“ versteht sich als schulischer Ort, der es Kindern und Jugendlichen, die ihrem Alter entsprechenden Entwicklungsaufgaben noch nicht oder teilweise nicht erreichen konnten, ermöglichen soll, innere und äußere Ressourcen zu stärken, die zum Aufbau der heutigen gesellschaftlichen und individuell erarbeiteten Identitäten notwendig sind. Diese Identitäten sind als Basis für ein selbstbestimmendes und aktives Teilnehmen an gesellschaftlichen Prozessen zu verstehen. Methodisch wird Unterricht vorrangig in den öffentlichen Raum verlegt. Um neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen wird Lernen an neue, unbekannte Handlungsspielräume geknüpft. Schwerpunktmäßig im Versuch durch künstlerische Ausdrucksfindung, in Kooperationen mit Wiener Museen.

  • Format: audio
  • Produktion: Wilfried Swoboda Helga Petermann
  • Mitwirkende: SchülerInnen der Klasse "S'campi" Dipl.-Päd. Markus Pusnik
  • Produktionsdatum: 26/05/2013
  • Sprache: Deutsch
  • Copyright: CC BY-NC-SA
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